Typischer Betonschaden, Abplatzungen infolge Stahlkorrosion und zu geringer Betondeckung


Die technische Grundlage für Stahlbeton ergibt sich aus der Tatsache, dass 
Beton zwar hohe Druckspannungen, aber keine "Biegezugspannungen" aufnehmen kann. Ein Betonbalken ohne Stahleinlagen würde durchbrechen.
Der Franzose Joseph Monier (daher "Moniereisen") entdeckte im vorigen Jahrhundert, dass Beton und Stahl fast den gleichen Ausdehnungskoeffizienten haben. Die Idee des Stahlbetons war geboren. Der "Bewehrungsstahl" im Beton wirkt wie ein Korsett, welches Zug- und Biegespannungen aufnimmt.


Der Stahl darf beim Betonieren nicht "blank" sein, sondern muss einen Überzug aus "Flugrost" haben, damit er mit dem Beton einen guten Haftverbund eingeht. Interessant ist dabei, dass der Bewehrungsstahl nicht rostet, selbst wenn der Beton durchfeuchtet ist. Der Beton schützt den Stahl durch sein alkalisches Milieu. Was man bis vor 20-30 Jahren noch nicht wusste oder nicht erkannte ist, dass der Beton durch den Einfluss des CO2 in der Luft von der Oberfläche nach innen langsam diese Eigenschaft verliert. Dieser Vorgang heißt Karbonatisierung.


In 10 Jahren erreicht die Karbonatisierung ca. 1 cm Tiefe. Man kann sich ausrechnen, wann der Stahl ungeschützt im Beton liegt. Die Betondeckung beträgt je nach Fertigungsqualität ca. 0 ! - 3 cm. Wird nun der Beton und mit ihm die Stahlbewehrung durchfeuchtet , korrodiert diese, und dehnt sich dabei aus. Die Folge sind Betonabplatzungen, bis hin zur Zerstörung des Betons. Das Bild oben zeigt einen typischen Betonschaden mit Abplatzungen infolge von Stahlkorrosion und zu geringer Betondeckung.

Zeichnung Systemskizze SicaDer Beton hat die unangenehme Eigenschaft des Schwindens. Wird eine Betonausbruchstelle, also eine Schadstelle an altem Beton, mit normalem Zementmörtel geschlossen, schwindet nach dem Abbindprozess auch dieser wieder und an der Anschlussstelle bildet sich ein Haarriss. Die "Plombe" wird nach kurzer Zeit wieder herausfallen. Deshalb verwendet man heute kunststoffvergütete Reparaturmörtel zur Reprofilierung (3), die nicht mehr schwinden und mit dem Untergrund einen zuverlässigen Haftverbund bilden. Bewehrungseisen (1) und Untergrund (2)  werden ebenfalls sandgestrahlt und mit einer speziellen kunststoffvergüteten Zementemulsion (früher Alkydharz)  gestrichen. Zum Schutz und auch zur optischen Wiederherstellung  wird die zuvor gesandstrahlte Betonoberfläche einschließlich der reprofilierten Stelle mit einem kunststoffvergüteten Ausgleichsspachtel versehen (4). Dieser schließt alle Poren und Lunker. Er ist der ideale Untergrund für ein abschließendes CO2-bremsendes Betonanstrichsystem (4).
Ein so behandelter Beton wird Ihnen keine Probleme mehr bereiten. Bei dieser Darstellung handelt es sich natürlich nur um einen kurzen, allgemeinen Abriss. Am konkreten Fall des zu sanierenden Objektes müssen die Zusammenhänge differenzierter betrachtet werden. Dafür sind wir da. Wenden Sie sich an uns ! 

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